... August ... September ... Oktober ...
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Wenn überhaupt
Ich verstehe nicht
Sagt sie
Was all die Leute nur haben
Mit den Hörgeräten
Ich bin doch froh
Über alles
Was ich nicht höre
Das Rufen
Nach Krieg
Nach Atombomben
Nach der Wehrpflicht
Auf Freiwilligenbasis
Höre ich
Immer noch
Zunehmend lauter
All das Klagen
Über die Benzinpreise
Die Inflation
Die Überbevölkerung
Die Überfremdung
Die Bedrohung des Abendlandes
All das Fordern von mehr Polizei
Nach mehr Überwachung
Nach mehr
Nach mehr
Nach mehr
Höre ich doch tagtäglich
Laut und deutlich
Immer lauter
Immer deutlicher
All diese schnellen Lügen
Die niemand an den Haaren
Herbeiziehen muss
Deren Bin schon da
Das sie dem gesunden Menschenverstand
Drohend entgegenrufen
Höre ich klar und deutlich
Obwohl ich doch schwer höre
Wie ich oft zu hören bekomme
Liebend gerne
Würde ich all das
Nicht hören
Gewiss ich muss manchmal
Auf Deinen Mund sehen
Wenn du sprichst
Wenn du mir ein Gedicht vorliest
Wenn du mir von den Vögeln berichtest
Gewiss aber
Du sprichst auch zunehmend leiser
Doch auch den Wind höre ich
Wenn ich bei offenem Fenster
In meinem Bett
Das Enden der Nacht ersehne
Das Rauschen der Blätter
Des Ahornbaumes vor dem Fenster
Beruhigt mich
Das gleichmäßige Klopfen des Regens
Schläfert mich ein
Das Summen der Insekten
Das Knarren der Türen
Das Ächzen des Sessels
Wenn ich mich in ihn setze
Höre ich
Das Toben der Kinder
Am Nachmittag
Unten im Hof
Höre ich
Fröhlich und übermütig
Wie Eh und Jeh
Das Guten Morgen
Des Gemüsehändlers
Dein leises Lachen
Höre ich
Wozu also sollte ich
Da ein Hörgerät
Benötigen
Stöpsel hätte ich
Viel lieber
Manchmal
Ganz gerne
Manchmal
Wenn überhaupt
für G. K.
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