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Die Ministergärten

Minister gehen gern spazieren
In ihren Gärten auf und ab
Sie üben sich dort gern im Reden
Sie üben sich in dunklen Worten
Sie grüßen gerne all die Pflanzen
Sie folgen gern dem Pfad der Schnecken
Sie lieben es dort zu entdecken
Wie Blüten um die Bienen tanzen

Minister warten auf den Regen
Besorgt an heißen Sommertagen
Sie sorgen sich um die Beschlüsse
In wolkigen Bereichen
Sie sorgen sich um all die Früchte
Die bald Ministergärtner ernten
Sie sorgen sich um Mandarinen
Um den Salat um die Sardinen
Sie sehen besorgt den Spiegel sinken
Von ihrem Teich aus dem sie trinken

Minister wälzen gern Probleme
Die Gartenwege hoch und runter
Sie sorgen sich ob all der Beete
Sie sorgen sich ob der Tomaten
Wo bleibt denn nur der Duft der Rosen
Wo bleibt der Biss der Löwenzähne
Wo bleibt das Tollen der Insekten
Das Tageslied der Nachtigallen
Wer weiß, wer weiß von all den Allen
Die an der süßen Zukunft leckten

Minister sind besondere Wesen
Sie können die Gedanken lesen
Sie können Grillen husten hören
Sie können sich um Nichts empören
Sie wissen wie die Gräser denken
Sie können sogar Autos lenken
Minister soll man achtsam schonen
Weil sie so gern in Gärten wohnen
Hier machen sie mit Gärtnerlist
Aus Mäusekot Ministermist

Minister wohnen in höheren Sphären
Sie denken nicht in Raum und Zeit
Sie denken an die Stachelbeeren
Ihr Horizont ist endlos weit
Sie sorgen sich um all die Eiben
Sie sorgen sich um all die Birnen
Sie können ewig stehen bleiben
Vor Gartenglück ihr Hirn enthirnen
Sie wissen nichts von Intervallen
Von Amplituden und dem Allen
Sie können auch nicht operieren
Im Garten nur sich zu verlieren
Das ist ihr Lebensziel und Streben
Dafür allein sich aufzugeben
Dafür muss man Minister sein
Dies ist ihr Ruhm, dies ganz allein

Glücklich nennt man Gartenerben
Wenn einst die Minister sterben
Überall stehen Baumgedanken
Die als Kern im Sand versanken
Überall blühen Sätzeschätze
Fern von Trubel und Gehetze
Hier wohnt noch die Ministerruhe
Hier wohnt der Duft der Wäschetruhe
Blütenweiß und unbefleckt
Wie ein Elf das Ärmchen reckt
Reckt sich Weisheit hier zum Licht
Niemand denkt, das weiß ich nicht
Wer dies erbt, erbt Gärtnerglück
Erbt vom Himmel selbst ein Stück

Minister kann nicht jeder werden
Nur Besitzer Seltener Erden
Werden dies aus eigner Kraft
Dann jedoch hat man‘s geschafft –
Dass ein Mensch Minister werde
Gilt als größtes Glück der Erde

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Oktobertag

Einen Menschen zu erfreuen
Viele bunte Blumen finden
Dann zu einem Sträußchen binden
Dazu Blätter und noch mehr
Macht den Tag mir leicht statt schwer

Selbst aus engsten Pflasterritzen
Seh ich bunte Blümchen blitzen
Oktoberschön wie all das blüht
Die ganze Schöpfung scheint bemüht
Sich mit mir zu freuen

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