... Juli ... August ... September ...
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Der Staub
Ich bin der Staub
Ich dring in jede Ritze
Ich liebe frisches Laub
Ich liebe Trockenheit und Hitze
Ich liebe morsche Dielen
Ich liebe neue Bretter
Ich kann mich überall wohlfühlen
Ich liebe jedes Wetter
Ich fühl mich überall zuhaus
Ich lad mich gerne selber ein
Ich bin das Huschen einer Maus
Ich bin das Fell vom Rübenschwein
Wie du auch putzt
Ich bleibe da
Was du auch nutzt
Ich bin’s der’s vor dir sah
Ich bin der Staub
Mich kann man nicht vertreiben
Ich stell mich taub
Ich werde bleiben
Ich bin’s der deinen Nachtschlaf zehrt
Ich bin’s der dir die Ruhe raubt
Dein Ärger ist kein Staubkorn wert
Ich bin der Gott dem niemand glaubt
Ich bin das ewige Schrankdachsiegel
Ich mach, dass du dich milder siehst
Ich bin das Tuch auf deinem Spiegel
Ich bin die Macht vor der du fliehst
Wo du auch ruhst
Ich ruh bei dir
Ich bin der Staub
Ich will es bleiben
Ich stell mich taub
Für dein Vertreiben
Ich bin ein Engel ohne Flügel
Ich bin ein Küssen ohne Lippen
Ich häng an dir ganz ohne Bügel
Ich liebe es, dich anzutippen
Ich lieb das Leben
Leg mich zum Tod
Mich stören Winde nicht noch Beben
Ich sänftige das Morgenrot
Ich mach zu allem gute Miene
Zu Kriegen und zum Frieden
Man braucht mich wie die Vitamine
Bei Niederlagen und bei Siegen
Ich bin die Antwort und die Frage
Wo immer sie versteckt
Des nachts sowie am Tage
Die du dir ausgeheckt
Ich bin dein Trost ich bin dein Leid
Ich bin dein Herbst- und Frühlingskleid
Ich komm als Schnee
Ich komm als Wasser
Selbst auf dem See
Macht mich nichts nasser
Ich klebe fest an deinem Hemd
Ich mische mich mit deinem Schweiß
Ich bin der Schmutz den jeder kennt
Die Nacht erhellt mein Sternenstaub
Ich sehe selbst den kleinsten Raub
Was du auch fragst, ich bin’s der’s weiß
Selbst dein dichtes Staubschutzhemd
Selbst die enge Staubschutzbrille
Durchdringe ich ganz ungehemmt
Ich bin der Lebenswille
Du bist in meine Hand gegeben
Am sechsten Tag nur mir geschenkt
Dass wir fortan zusammenleben -
Ich bin das Nichts das niemand fängt.
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