... November ... Dezember ... Januar ...
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Die Träumer
Der erste hat vom Wohlstand geträumt
Hat den goldenen Hamster gezäumt
Hat gerafft und geprahlt und gewimmert
Sich ein Grab aus Marmor gezimmert
Der zweite hat sich früh aufgebäumt
Hat von Titeln und Ehren geträumt
Von einem Leben voll Fisimatenten
Und einem Nachruf vom Präsidenten
Der dritte hat von Schönheit geträumt
Heiß hat der Stolz sein Blut aufgeschäumt
Voller Sucht nach großem Erleben
Verschlang ihn ein großes Erdbeben
Der vierte hat von der Liebe geträumt
Hat darüber die Liebe versäumt
Er schwor nur immer Stein und Bein
Und starb letztendlich ganz allein
Dem fünften träumte ein Held zu sein
Ein Ritter des Lichts edel und rein
Sein liebster Ort war das Büro
Er träumte gern und starb auch so
Der sechste wollte keine Sünden
Das ließ ihn eine Sekte gründen
Er starb in ihr in hohem Alter
Dank Gott dem letzten Lichtausschalter
Der siebente hat das alles versäumt
Er hat allein von der Zukunft geträumt
Von vielen schönen Tagen
Und Menschen die sich gut vertragen.
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An eine Krähe
Welch ein Radau krönt eure Rast
Selbst wenn ihr euch nicht sehen lasst
Man hört doch eure Nähe.
Ich sah nach euch, nun wollt‘ ich gehen
Da seid ihr krahend aufgeflogen
Ein Federchen, ein Wehen
Ach, bleibt mir immer wohlgewogen.
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