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Das Wörterbuch

in der Geisterbahn

Ma’at bis Mythen

mit zeitgeistnahen Illustrationen

Dezember 2010

M

ma’at (ägyp­­­­tisch)Zentraler Begriff der altägyptischen Religion, welcher sich mit „Wahrheit, Ordnung, Gerechtigkeit“ nur höchst unvollkommen übersetzen läßt. Umgreift die kosmische, ethische und rituelle Ordnung der Welt in einer nur mühsam vorstellbaren Totalität. In der späteren Entwicklung dann als Tochter des Sonnengottes Re gedacht. Um eine ungefähre Vorstellung davon zu bekommen, was Ma’at  ist, sollten Sie sich versuchsweise eine intelligente Bakterie in Ihrem Körper vorstellen: sie erfährt ihre unmittelbare Umwelt, sie weiß aus Erfahrung, daß sie auf bestimmte Voraussetzungen ihres Kosmos entsprechend reagiert — dieser „Kosmos“ aber sind Sie … und alles das, was Sie Ihren „Kosmos“ nennen. Die Bakterie weiß zwar von der Existenz ihres Kosmos, vermag ihn sich allerdings nicht vorzustellen und durchschaut auch nicht die Zwänge, die auf diesen Kosmos wirken. das Einzige was sie sicher weiß, ist, daß da eine Ordnung am Wirken ist, und daß diese Ordnung unausgesetzte Aktivität fordert, um im Gleichgewicht zu bleiben, denn nur solange ist sie auch gerecht, und kann ihr somit als Vorbild dienlich sein. Alles ist da, alles ist wie es ist, alles ist gerecht, in der Ordnung, doch es erfordert die unausgesetzte Aufmerksamkeit aller: des niedrigsten und des höchsten Lebewesens. Dies alles ist Ma’at, einschließlich dessen, was den Kosmos beeinflußt. Es gibt keinen schöpfenden Gott, der sich im übrigen abseits hält und nur von Zeit zu Zeit eingreift — Ma’at ist ein geschlossenes Modell das kein unbeteiligtes Außensein kennt. Ma’at ist die Rechtfertigung, die ebenso sich selbst rechtfertigt, wie alles andere, das Maß, das sich selbst auch mißt.

macho (sprich Matsch O!) Reimt sich zumindest in der Schriftsprache nicht grundlos auf Tacho. — Jemand, der sich die  Frage stellt: Wozu sind Frauen eigentlich nütze? Kühe geben wenigstens Milch und zur Not kann man sie essen. … jedoch keine Antwort findet.

macht (1) „Ich spüre meine Macht — und ich spüre meine Ketten.“(Petrus Bosel) (2)Niemand kann schuldlos herrschen. Jeder der herrscht ist schuldig; und durch die Tatsache, daß ein Sterblicher sich anmaßt, Herrscher zu sein, dem Tod geweiht. (3) Sie gewährt uns die Fähigkeit, unser Begierden ohne Einwilligung anderer zu befriedigen. Macht für sich allein betrachtet, muß dem einen nehmen, was sie dem anderen zuwendet. Macht gefällt dem Gewalttätigen und Stolzen. Daher rennt Jugend nach Macht, und das Alter schleicht nach Reichtum. (4) Sie kann auf Erden einen hohen Beruf haben; vielleicht nur an ihr, auf dem von ihr gesicherten Boden können Kulturen des höchsten Ranges emporwachsen.

mächtige Machen Sie die Probe aufs Exempel: befragen Sie jeden (einschließlich sich selbst), ob er ein Mächtiger ist; oder besser: hören Sie zu, besonders dem Tonfall der Stimme — Sie werden erstaunt sein, wieviel „Mächtige“ es gibt. — Auch daran erkennt man die „Mächtigen“: sie glauben immer nur an die Sünde, nie an die Gnade.

madam  mad=am  Ein irres ich bin!

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32 Seiten Text plus 4 Illustrationen

- Sammlerausgabe -

 

 


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